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 Betreff des Beitrags: Mosa-X 2
BeitragVerfasst: 31.05.2006 20:26 
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MOSA.X #2


Das zweite Fanzine mit den Titel "Tumult in Dresden" des Dresdner Mosaik Fanclub "Mosa.X" ist heute aus der Druckerei angeliefert worden.
Es wird ab sofort durch unseren Clubshop von mutawakkel "Andreas Thiele" an alle Abonennten versandt.
Wer noch nicht bestellt hat, kann es jetzt noch gern tun.
Bestellungen und Mitgliedschaft:
Andreas Thiele
bestellung@mosax.de
weitere Details auch hier: http://mosax.de/mosax.htm
Das Fanzine hat 36 Seiten, komplett vierfarbig, stärkerer farbiger Umschlag
BildBild
Inhalt von MOSA.X #2


Inhalt
* Guido Weißhahn
- Editorial
* René Grodde
- mosa.X - iNSIDE - Aus dem Clubleben
* Andreas Thiele
- Die Abrafaxe und Dr. Quendt
* René Grodde
- Was das Mosaik verschweigt... Abrafaxe-Comic
* Olaf Geilich
- Mosaik-Beilagen ab 1976, Teil 2 - 1992- 1993
* Ricco Sauer, Albrecht Schwenke, Rainer Schlewitt
- Assassinen-Grafik
* Ralph Klose
- Die Haschischfresser im Mosaik
* Guido Weißhahn
- Jürgen Günther Comics - Teil 2, Ein neuer Freund,
viele Dienstreisen und jede Menge Kaugummi
* René Grodde
- Die Schöpfung (Comic) - Teil 2
* Rainer Schlewitt und Liane Frick
- Der Handstreich auf dem Königstein
* Jens Förster, René Grodde
- mosamiX - Neues von Ritter Runkel, Das menschliche Bein
* René Grodde
- Die grosse Liebe (umgearbeitete Mosaikseite)

... und vieleles mehr auf unseren Seiten
http://mosax.de/fanzine.htm

Clubmitgliedschaft und Bestellung:


bestellung@mosax.de

http://mosax.de/mosax.htm
Über entsprechende Rückmeldunen würden wir uns hier sehr freuen. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Die Haschischfresser im Mosaik
BeitragVerfasst: 10.06.2006 10:34 
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Beiträge: 3
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Mein erster Beitrag in diesem Forum; und da möchte ich mich zu den "Haschischfressern im Mosaik" äußern, die mich thematisch und inhaltlich im Mosa-X 2 mit am meisten interessiert haben, vor allem weil dort die Welt der Digedags das Thema ist. Erst mal Hut ab vor der umfangreichen Recherche-Arbeit zu historischen Hintergründen rund um das Thema Assassinen, was so im Mosaik nicht gezeigt werden konnte. Ein bißchen lang ist der Artikel ja geworden. Manches mußte ich mehrmals lesen, um alles zu erfassen und Mosaik-Mehr- oder -Weniger-Relevantes voneinander zu trennen.

Der Beitrag überzeugt, daß der "Alte vom Berge" im Mosaik nicht der Anführer der syrischen Assassinen Raschid al-Din (1163-1193) auf Burg Masyaf sein konnte, sondern nur Hassan-i Sabbah (gest. 1124) von der Festung Alamut im Nordiran (bzw. Kurdistan), entgegen früheren Auslegungen (von Kramer oder Henry Böhm).

Diese Beschreibung der Festung Alamut paßt auch genau zu der Burg im Mosaik:
Die Festung wurde laut Hamdollah Mostowfi 840 in 2100 Metern Höhe errichtet. Da es nur einen einzigen Eingang zu ihr gab, war sie gut zu verteidigen.

Allerdings ist es in der Tat so, daß nicht nur der "berühmte" Raschid al-Din (1163-1193), sondern auch Hassan-i Sabbah (gest. 1124) als "Alter vom Berg(e)" bezeichnet wurde, und nicht nur bei Hegen, siehe: Der Alte vom Berg

Im Mosaik ist klar letzterer gemeint, auch die folgende Schilderung deckt sich mit der im Heft 121 nach dem Raub des Prinzen: Assassinen

Eine Quelle berichtet über Hassan-i Sabbah, dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, ging es ihnen wie im vom Propheten versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zu Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida'i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie wieder zurück ins Paradies kommen.

Hier fiel mir auf, daß im Mosaik gar nicht - wie im Artikel dargestellt - von einem Anschlag auf das byzantinische Herrscherhaus gesprochen wird, sondern man "überfiel den Prinzen, als sich dieser auf einem Ausflug befand", nicht etwa, um ein Lösegeld von den Eltern zu erpressen, die Assassinen wollten ihn für ihre Ziele gewinnen.

Zitat Heft 121: "Solche edlen Jünglinge brauchte der Geheimbund für seine bösen Pläne. Mit Rauschgiften gaukelten sie den jungen Männern ein Paradies vor und machten ihnen weis, diese Freuden seien ihnen für immer gewiß, wenn sie ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben jemanden umbrächten. Und einem Prinzen standen ja jederzeit alle Türen offen."

Es gibt möglicherweise doch mehr Parallelen zwischen den Assassinen und Al Qaida-Selbstmordattentätern, als es im Mosa-X rüber kommt. Letztere waren und sind ebenfalls in der Lage, sich im Alltag vollkommen unauffällig (als sogenannte "Schläfer") zu verhalten, um dann im entscheidenden Moment loszuschlagen. Sicher ist nur diese Art von "Gewaltbereitschaft" gemeint, die durch das Rauschgift ausgelöst wurde, von welcher die Überlieferung spricht. Also eine wohlkontrollierte und keine unüberlegte. Der Unterschied besteht jedoch darin, daß sich die "Mordpläne" der Assassinen nur gegen ganz konkrete Personen richteten und daß sie es vermieden, Unbeteiligte in Mitleidenschaft zu ziehen.

Assassinen
Die Assassinen waren dabei keine rohen Gewaltmenschen, sondern sie handelten vielmehr gemäß einer starken ideologischen Überzeugung. Sie wollten den Gottesstaat wiederherstellen, also die islamische Grundordnung, wie sie der Prophet Mohammed hinterlassen hatte.

Es gab in der Realität wohl keine Strafexpedition der byzantinischen Armee gegen die Assassinen, aber von anderer Seite her doch. Im Mosaik schwenkten die Dorfbewohner, die sich ja zunächst auch tatsächlich nicht gegen die Assassinen auflehnen wollten, entgegen der Wirklichkeit um und hängten ihr Fähnchen nach dem Wind. Die Burg wurde ja auch - anders als im Mosaik - zu der Zeit nicht wirklich erobert. Ich nehme an, daß geschichtliche Ereignisse, die zu verschiedenen Zeiten passierten, der Einfachheit halber hier auf eine Zeitebene transformiert wurden. Was deshalb nicht zwangsläufig ein "Märchen" sein muß.

Der Alte vom Berg
Die Ausweitung der assassinischen Macht rief Gegner auf den Plan, allen voran die sunnitischen Seldschuken in Baghdad. Deren Sultan Malikschah sandte zwei Expeditionen gegen Hassan-i Sabbah aus, eine gegen Alamut, die andere gegen die Machtzentren der Ismailiten in Quhistan. Mit Unterstützung von Anhängern aus den umliegenden Dörfern gelang es Hassan, die Belagerer von Alamut zurückzuschlagen.

Assassinen
Erst 1140 konnte der Hauptsitz der Assassinen, die Burg Masyaf, erobert werden.
Um 1150 wurde der berühmteste Assassine Machthaber in Masyaf, der so Genannte „Alte vom Berge“ Raschid al-Din (1163-1193) .


Trotz dieser kleinen Anmerkungen und Einschränkungen, fand ich den Beitrag insgesamt sehr gut, bitte nichts anderes hinein interpretieren. Ganz besonders gefiel mir auch die Bildauswahl und Anordnung, sehr beeindruckendes Material dabei. Die "Eroberung Bagdads" auf Seite 21 erinnerte mich etwas an Digedags symbolische Darstellungsweisen von der Eroberung Konstantinopels in den Heften 125 und 126, z.B. wie die Wellen gezeichnet sind. Auch das Layout mit dem transparent scheinenden Hintergrundbildern hat mir insgesamt sehr gefallen. Nur an einigen Stellen war der Kontast zwischen Schrift und Hintergrund etwas ärmer, dann mußte ich die Augen mal mehr anstrengen. Wie hier auf Doppelseite 20/21 oder beim Dr. Quendt-Artikel. Eine Brille war nur beim Lesen des Impressums vonnöten, und das ist nun wirklich nicht so schlimm.

Zum Prolog-Bild vor Brunos Artikel wollte ich noch sagen, daß ich eine Variante mit Versen unter dem Bild bzw. in einer Kartusche oben etwas mehr favorisiert hätte. Hätte vielleicht Assoziationen an die Zeit der DDD-Erfinderserie und dort übliche Darstellungsweisen ausgelöst! Aber egal - es sieht auch so sehr gut aus. Bezüglich einiger anderer Sachen schreibe ich vielleicht später noch was.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.06.2006 01:51 
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Ich vergaß bezüglich Brunos Artikel noch zu sagen: etwas irritierend (obwohl optisch ansprechend) fand ich die eingerahmten Textblöcke auf Seite 16, 17, 20 und 22. Dachte zuerst, daß dies gesonderter Text sei, der außerhalb des regulären steht, aber das ist ja nicht der Fall.

Zu dem Weinfaß mit der Aufschrift "Ouzo" auf dem Bild davor, sowie dem Hinweis, daß dieses aus "Hassans Keller" stammt, sei noch ergänzt: Auch wenn Hassan-y-Sabbah, der historische "Alte vom Berge", seinen Sohn wegen Weingenusses zum Tode verurteilte, wie wir im Beitrag erfahren, in der Burg im Mosaik befanden sich ganz offensichtlich Weinfässer. Auf Seite 20 in DDD Nr. 121 werden nämlich einige Assassinen von einem solchen auf der Treppe überrollt.

Nun aber auch noch ein paar Worte zu den anderen Beiträgen:

Den Dr. Quendt-Artikel habe ich gerne gelesen, auch ohne ein besonderer Fan der Abrafaxe zu sein. Inhaltlich interessant, man erfährt in diesem Zusammenhang viel aus der Geschichte vom Russisch Brot, selbst wenn das mit Mosaik nur wenig zu tun hat. Besonders erfreulich war für mich z.B. die Tatsache, daß eine funktionstüchtige Anlage 1990 vor der ungerechtfertigten "Verschrottung gerettet, ein Jahr später an gleicher Stelle wieder aufgebaut wurde" und danach erfolgreich weiter arbeitete. Wenn man sowas liest, lacht doch das Herz so manches "gelernten DDR-Bürgers". - Die Bildauswahl und -anordnung fand ich zudem ähnlich wie auch bei Brunos Beitrag sehr geglückt.

Den No-Mosaik-Beitrag fand ich perfekt geschrieben, auch wenn das nicht unbedingt mein Thema ist. Der Abdruck der Comics ist diesmal in angemessener Größe und von der Menge her nicht zu überladen, wie es eventuell früher mal vorgekommen ist.

"Die Schöpfung" finde ich recht humorvoll. Vielleicht ist es manchmal ein etwas eigener Humor, an den man sich erst gewöhnen muß, aber dann mag man ihn. Jedenfalls steckt hinter allem, was gesagt wird, irgendein Sinn, den man (bzw. ich) nicht immer auf Anhieb durchschaut habe. Fazit (so wie ich das sehe): auch ein "Gott" (bzw. ein "großer Mann") kommt manchmal nicht umhin, Kompromisse zu machen. Relationen verschieben sich, auch ein "Helfer" kann zum "Gott" werden, oder umgekehrt, alles ist in Bewegung.

Zu den meisten anderen Sachen könnte ich wohl nur das wiederholen, was auch schon im Mosaik-Forum geschrieben wurde.

"Der Handstreich auf dem Königstein" ist bestimmt nicht ganz ernst zu nehmen, aber hübsche Zeichnungen! ;) Lustig und passend fand ich auch den späteren Zusatz auf dem Titel "Kapitän-Edition ... Nicht nur für Landratten" oder so ähnlich, in der Pseudo-Schreibmaschinen-Schriftart, die sich ja teilweise durch das ganze Heft zieht. Nette und lustige Idee.

Insgesamt ist das Heft auch rein optisch eine Freude. Der Druck - (fast) 100%ig geglückt. Ist der Umschlag außen nochmal extra behandelt worden (mit Laminat o.ä.)? Er glänzt wohl etwas mehr als der Rest? -Kleine Einschränkung, was den Druck angeht; ich habe ja zwei Exemplare bekommen, bei beiden (jeweils etwas anders geartet) findet man auf Seite 25 unten ein paar streifenartige Verwischungen von brauner Farbe. Ist das bei anderen Exemplaren auch festzustellen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Haschischfresser im Mosaik
BeitragVerfasst: 12.06.2006 12:38 
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Reni hat geschrieben:
Allerdings ist es in der Tat so, daß nicht nur der "berühmte" Raschid al-Din (1163-1193), sondern auch Hassan-i Sabbah (gest. 1124) als "Alter vom Berg(e)" bezeichnet wurde, und nicht nur bei Hegen, siehe: Der Alte vom Berg

Im Mosaik ist klar letzterer gemeint, auch die folgende Schilderung deckt sich mit der im Heft 121 nach dem Raub des Prinzen: Assassinen

Eine Quelle berichtet über Hassan-i Sabbah, dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, ging es ihnen wie im vom Propheten versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zu Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida'i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie wieder zurück ins Paradies kommen.

Hier fiel mir auf, daß im Mosaik gar nicht - wie im Artikel dargestellt - von einem Anschlag auf das byzantinische Herrscherhaus gesprochen wird, sondern man "überfiel den Prinzen, als sich dieser auf einem Ausflug befand", nicht etwa, um ein Lösegeld von den Eltern zu erpressen, die Assassinen wollten ihn für ihre Ziele gewinnen.


Hallo Reni,
erstmal vielen Dank für diese außerordentlich umfangreiche Kritik.
Nun zu den angesprochenen Punkten.
1. Natürlich wird des öfteren auch Hasan als "der Alte vom Berge" bezeichnet und bei den Quellen, die Lothar Dräger zur Verfügung hatte, wird das auch so gewesen sein. Nur leider werden Unwahrheiten bzw. Unkorrektheiten nicht richtiger, wenn man sie oft genug wiederholt oder voneinander abschreibt. Letztes gilt auch von dem angeblichen Paradiesgarten und den Drogengenuß. Das letzterer eine Rolle gespielt hat, habe ich ja geschrieben, nur eben nicht zur Vorbereitung der Attentäter auf ihren Einsatz, sondern um in spiritueller Hinsicht den Kopf frei zu bekommen.
Solche Legenden sind nunmal sehr langlebig. Und bitte, verstehe solche Hintergrundanalysen nicht gleich als Kritik am Mosaik. Ich wollte lediglich dem interessierten Leser etwas Hintergrundinformation zukommen lassen, was auch Lothar Dräger, dem ich diesen Artikel vorab gesandt hatte, auch ausdrücklich begrüßte.
2. Aus welchem Haus soll der Prinz denn sonst gewesen sein, wenn nicht aus dem Kaiserhaus? Schau Dir bitte das letzte Bild der Säule an, dort wird der Prinz von seinen in Tränen aufgelösten kaiserlichen Eltern in den Arm genommen.
Kommando zurück, hab's gerade nochmal gelesen: Du hast Dich mehr auf den "Anschlag" als auf die Herkunft bezogen. Aber trotzdem, eine Entführung bleibt es, egal zu welchem Zweck. Kann man also auch guten Gewissens als Anschlag auf die Familie bezeichnen. Wozu macht man sich die gefährliche Mühe, einen Prinzen zu entführen, wenn nicht, um ihn später zumindestens im Umfeld des Kaisers einzusetzen?


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BeitragVerfasst: 12.06.2006 14:49 
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Ja, möglich, daß der Prinz auch gegen die eigene Familie eingesetzt werden sollte. Oder gegen irgendeinen anderen "Despoten" oder "Feind", im Mosaik steht ja nur vielsagend:

"Solche edlen Jünglinge brauchte der Geheimbund für seine bösen Pläne. Und einem Prinzen standen ja jederzeit alle Türen offen."


Die "Vorbereitung der Attentäter auf ihren Einsatz" und "in spiritueller Hinsicht den Kopf frei zu bekommen" muß ja kein Widerspruch sein. Man brauchte in jedem Fall sicher Leute (wie auch heutzutage), die ihre Geheimnisse zu hüten verstanden und über eine extreme Selbstbeherrschung verfügten, andererseits aber entschlossen waren, im entscheidenden Moment bedingungslos zuzuschlagen, wenn es die Umstände von ihnen verlangten. Könnte ich mir vorstellen. Sicher hat man bei dem Rauschmittelgenuß nicht von vornherein genau geplant, wer wofür eingesetzt wird, und hat erstmal gepfüft, wer für eine Sache wirklich geeignet ist und wer eher nicht ...

Übrigens hab ich an mehreren Stellen im Netz gelesen, daß gerade Hassan-i Sabbah als "der Alte vom Berg" bezeichnet wurde, und zwar angeblich deshalb, weil sich die Burg Alamut in über 2000 m Höhe befand.

Und die Geschichte um den Paradiesgarten bei Alamut, die schon Marco Polo erzählte und auch Willi Meinck abgewandelt in sein Buch übernommen hat, sollte so wirklich vollkommen frei erfunden sein?


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BeitragVerfasst: 12.06.2006 15:51 
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Ja, das haben schöne Geschichten manchmal so an sich. Der Drogenkonsum ist auch keine Erfindung Hasans bzw. der Assassinen, sondern wurde allgemein bei den Ismailiten praktiziert, dessen
radikaler Ableger die Assassinen waren. Möglicherweise ist das so nicht deutlich genug im Artikel niedergeschrieben.


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